Monday, January 22, 2007

blickversessen

es war mir immer ein anliegen gewesen: wenn man schon auf einer insel lebt, warum kann man dann das meer nicht sehen? im neuen haus koennen wir es. damit aber der blick auch auf hoehe des pools relativ ungestoert dahin gehen kann, wo karibisches meer und atlantik sich in einander werfen, habe ich uebers verlaengerte wochenende mit der handsaege etwas mehr perspektive geschaffen. ein riesiges rohrgebuesch, ein paar yuccas und palmen standen da wirklich im weg. rodney, unser gaertner, hatte dankend abgelehnt und gesagt, dass es zu harte arbeit sei. er hatte recht und nicht dieselbe motivation. und ich habe verstanden, was biomasse eigentlich ist.


blick aus der ersten etage.


blick von der terrasse (eine der palmen hinterm pool hat noch dran glauben muessen).

seifenblasen


tristan schaut roman gut zu.

aber am ende gab es nur verschuettete seifenlauge. und nachdem tristan herausgefunden hatte, dass die nicht einmal schmeckt, hat er sich wieder anderen dingen des lebens zugewandt. fuer seifenblasen braucht es noch zeit...

Tuesday, January 16, 2007

oursi hu-beero i

cecile bemerkte neulich, dass sie sich frage, warum das museum oursi hu-beero nicht auf dem blog sei. wahrscheinlich, weil ich wirklich stolz auf das geleistete bin, und das thema somit nur wenig platz fuer selbstironische toene laesst. aber hier ist es nun: archaeologischer fundplatz und museum oursi hu-beero.



am 20. november 2006 wurden sie von aline koala, der ministerin fuer kultur, kuenste und tourismus von burkina faso, feierlich eingeweiht. drei botschafter der das projekt unterstuetzenden partnerlaender waren anwesend: usa, deutschland, niederlande. man sieht sie auf dem bild mit den schlechtsitzenden turbanen. es war ein grosser tag


eroeffnungsgaeste aus der ortschaft oursi


dromedarreiter begruessen das fahrzeug
der amerikanischen botschafterin
mitarbeiter des museums: aly (l.), mero (r.)
besuch des museums

botschafterin u.s.a., ich, buergermeister oursi,
kultusministerin, botschafter nl,
gouverneur des sahel, botschafter d
(das war einer der am schlechtesten sitzenden
turbane meines lebens... sei's drum)

Saturday, January 13, 2007

fruehstueckfluss






mal was anderes zum fruehstueck: auf dem weg zum 'boiling lake' in dominica ueberquert andreas den 'breakfast river'. ob man dabei nasse fuesse bekommt? voellig nebensaechlich, da uns das wasser bei dieser insgesamt sechsstuendigen wanderung schon nach fuenf minuten schmatzend in den schuhen gestanden hat.

aber am ende wird man fuer alle muehen belohnt:






http://en.wikipedia.org/wiki/Boiling_lake

Tuesday, January 02, 2007

hochlaender

wir sind mehr als gluecklich, dass wir am 1. november kinder und kegel in unser neues haus, 'uplands', haben umziehen koennen. es fuehlt sich in vielen hinsichten sehr viel besser an als die letzte adresse. woran man das bemerkt? die buecher passen rein, die gemaelde passen rein, die ethnographische sammlung passt rein - also passen wohl auch wir rein.



vorderansicht mit fuhrpark.


blick vom pool


spezialisierte spezialspezialisten bei der arbeit: auch im pool will ordentlich gesaugt sein. hinter meinem vater kann man den blick auf das meer erahnen.


blick hinauf aus dem garten: auf einer anhoehe gelegen, ist das haus angenehm temperiert. hier herauf wehen die 'trade winds' und halten unseren alltag kuehl.


die kinder im garten vor dem bungalow, in den wir bald ein au pair einquartieren wollen. roman und tristan gehen im grossen garten gerne auf expedition.

bilder: andreas buerger (3) und cecile (2).

Monday, January 01, 2007

tobago



yo! cecile und ich konnten, dank meiner eltern, ein paar tage ohne die beiden rabauken nach tobago entweichen. in einem kleinen wagen, den wir am flughafen von einer freundlichen aelteren dame mit dem schoenen namen magnolia gemietet hatten, ging es herauf und herab und kreuz und quer ueber die insel - was aber bei einer groesse von 300qkm, ca. 1 promille der flaeche von burkina faso, nicht ganz so schwer ist.


es waren tage von bewegung und entdeckung. wir haben kulturhistorische hoehepunkte abgeklappert, in schoenen buchten gebadet und durften eine wahre offenbarung an savoir-vivre entdecken: eine villa namens 'being' (www.being-tobago.com).

henry erklaert: eine architekturgeschichtliche wanderung durch plymouth mit christian und auliana und einem, und hier wird es notwendig pleonastisch, echten original aus dominica.


Monday, December 18, 2006

we wish you a merry x-mas...


hirte mit wehender kopfbedeckung und santa mit haengemdem bart: tristan und roman im weihnachtsspiel # 2006 ihres kindergartens. roman war die tragende figur des spiels, hatte den meisten text aufzusagen, englisch natuerlich, und war sich der bedeutung seiner rolle durchgehend bewusst. kein laecheln kam ueber seine lippen. tristan hingegen schaute zumeist leicht gelangweilt durch die gegend und sich dieses und jenes an und schien sich zu fragen, wann es denn endlich vorbei waere...

Tuesday, October 10, 2006

club med punta cana, dominikanische republik




wir waren eine woche im club med. in 39 jahren fuer mich das erste mal, fuer cecile das x-te in etwas weniger zeit. warum geht man in den club med zu punta cana? eh bien : der petit club nimmt die kinder von 9h-17h30 und dann auch noch zum abendessen zwischen 19 und 21h. die beiden racker haben es geliebt, und so gab es also auch ferien fuer die eltern: gutes essen, trinkbare fluessigkeiten, viel sport. aber garantiert kein kultururlaub.

Sunday, September 03, 2006

es gibt reis, baby


komm und schuettel Dein haar! cecile kennt zwar den guten alten helge nicht, macht ihren job aber dennoch gut.

Wednesday, August 23, 2006

und immer wieder












die ostkueste. der atlantik brandet an, und dahinter liegt afrika.

Friday, August 18, 2006

morning glories


ich gebe es unumwunden zu: aus diesem bild gibt es wenig mehr erkenntnisgewinn, als dass ich einfach stolz auf den kleinen mann bin! den schlafanzug hat ihm uebrigens seine mutter gekauft. und titan weiss gluecklicherweise noch nicht, dass er hier als familiaerer ideologietraeger missbraucht wird.

autorennen



rallyefahren ist der beliebteste zuschauersport in barbados. als begeisterte nachwuchsrennfahrer nutzen roman und tristan die gunst einer abschuessigen und damit ihren namen verdienenden auffahrt, um in rasanter fahrt hinunter zu sausen und mit einem fetten rumms ins hoftor zu knallen. dann beginnt der muehsame wiederaufstieg - ganz wie in der griechischen muehtologie. aber spaetestens seit camus wissen wir ja, dass man trotz muehen gluecklich sein kann.

Thursday, August 17, 2006

erste fruechte


















es wurde mal wieder zeit, die beiden hauptdarsteller unseres lebens als pelzer-klan ins bild zu bringen. die beiden gedeihen praechtig - nicht zuletzt aufgrund der vorschule, die sie seit unserer ankunft in barbados besuchen. die hiess zunaechst 'early advantage', bevor sie umzog und in 'first fruits' umbenannt wurde. bei den aunties edna, michelle und alicia lernen sie das eine und das andere, um nicht gleich alles zu nennen (und meinen guten freund andreas zu zitieren). und machen den eindruck, dass es ihnen gut geht. was will man mehr? - uebrigens ahnt man auf den offiziellen klassenphotos noch etwas, wie sie zugerichtet worden waren, als ihre nichtsnutzigen eltern sie zum haarescheren in den naechsten rasta-schuppen um die ecke (mit hinterzimmer samt klopfzeichen zum drogenkonsum und -kauf) gebracht hatten. das hat sich nun wieder ausgewachsen, wie die photos von heute zeigen.

Tuesday, August 08, 2006

grand kadooment




am ersten augustmontag gibt es in barbados den hoehepunkt der crop over-periode (heisst so viel wie erntedank), den kadooment day. umzug in bunten kostuemen, unter knallender sonne, mit viel alkohol, laut wummernder musik und an kopulation erinnernden tanz. daran teilzunehmen heisst auf bajan english 'to jump in kadooment'. das haben cecile, ihr bruder eric und ich dann auch gemacht: wir sind gesprungen. vom nationalstadium bis nach spring garden keinen normalen schritt getan, sondern dem beat folgend kilometer um kilometer mit dem hintern gewackelt. dabei aufpassen, dass man sich keinen sonnenbrand holt und nicht zu betrunken wird. schwierige balance, bravouroes absolviert. bis zum naechsten jahr!

Friday, August 04, 2006

et dieu crea...

la cuisine francaise ! der aufenthalt bei ceciles eltern war wieder einmal der gewichtszunahme gewidmet. gab es schon im haus am see von hostens nur gutes zu essen, so haben cecile und ich uns dazu ausflugshalber um den sauternes gekuemmert.



rebgoettin und gespiele



chateau de malle



resto im dorf sauternes (doch graves auf dem tisch)

also, kochen und weinbauen koennen sie, die schloesschen sind auch ganz huebsch - besonders mit den lustigen sarazenenhuetchen, die sich alte kreuzfahrerfamilien aufs haus setzen - also lautet mein tipp fuer teutonische baerenfelltraeger wie mich selbst: heiratet ihre frauen! auch wenn sie als zicken verschrien sind, das essen reisst es raus!




der kulinarische hoehepunkt: die nachfeier von charles' 60. in einem kleinen restaurant am fluss adour in der gascogne. eines meiner besten essen! wenn bloss die restos in barbados etwas mehr von dieser qualitaet und etwas weniger praetentioes sein koennten. seufz.

Thursday, August 03, 2006

ombres berlinoises ii



Mit Fahrraedern, einer Museendauerkarte und viel Sonnenschein machten wir uns auf, die Hauptstadt wiederzuentdecken. Aus unserem Hotel in Mitte waren wir in drei Minuten unter den Linden, wo diese Baeren offensichtlich nur auf uns gewartet hatten. Die Herzen liegen bei Cecile und mir in verschiedenen Teilen der Welt, auch wenn alles mit B anfaengt.




In den Reichstag mussten wir natuerlich auch. Und wenn der Eingang durch eine vordraengelnde Familie - Typus steuerhinterziehende mittelstaendische Unternehmer aus der Provinz - vermiest wurde, war die Aussicht fantastisch und beim Ausgang flogen die Fahnen franzoesischer Fussballhoffnung hoch.



Am Tag des Finales zog es uns auch ohne Karten vor die Tore des Olympiastadions. Aber wenn selbst Batman Probleme hat, an einen Platz zu kommen, dann ist wahrscheinlich echte Not an der Frau oder am Mann.



Wir waren dann im "Visite ma tente" unweit des Pfefferbergs in Mitte, um auf gesperrter Strasse und inmitten frankophiler Zuschauerschaft den Coup de Boule und die aus dem Fuss folgende Strafe im Elfmeterschiessen zu verfolgen. Et Trezeguet, et Trezeguet ...


1/4-finale frankreich-brasilien



Aeppler, tief gespritzt, auf dem Merianplatz. Cecile hatte uns hierher gebracht. Beim Tanken in Paris hatte sie im Maerz ein Rubbellos bekommen, mit dem sie Eintrittskarten fuer das Viertelfinale in FFM gewonnen hatte. Nach all der Zeit, die ich auf der Suche nach Karten auf der offiziellen Webseite vergeudet hatte, brauchte meine Frau nur ein wenig tanken, um an zwei Plaetze fuer dieses fantastische Spiel zu kommen. Wiedemauchsei: Zum Wohle!



Die Sonne geht unter ueber dem Stadion und dem Weltmeisterschaftsauftritt der Brasilianer. Allez les vieux !




In der Sandbar, mit meinen Frankfurter Fussballfreunden und unserem Haus-DJ. Noch stehen alle, oder haengt schon jemand? Klugerweise hatten Cecile und ich das fussnahe Hotel Diplomat gebucht - um die Ecke meines alten Lieblingsausflugsziels U21 und sicher selten von Vertretern des namensgebenden Berufsstandes besucht. Das Zimmer war angenehm klein, so dass einem eigentlich gar nichts anderes uebrigblieb, als einfach geradeaus aufs Bett zu fallen.